Es gibt unzählige Antworten auf die Frage, warum Norwegen für viele Campingfans ein absolutes Traumziel ist: Gerade einmal eine Tagesreise von Deutschland erwarten einen eine spektakuläre Natur und malerische Städte mit gastfreundlichen Menschen. Kenntnisse der norwegischen Sprache bringen natürlich Sympathiepunkte, doch zur Verständigung und zum Erfassen der gut ausgebauten, hoch digitalisierten Infrastruktur, ist ein durchschnittliches Englisch absolut ausreichend. Ein weiterer Pluspunkt: Selbst fernab der Städte ist der bargeldlose Zahlungsverkehr gängiger Standard. Bleibt eigentlich nur noch zu beantworten, wo die Reise hingeht und was man dafür einpacken sollte. Wie wäre es mit den Lofoten oder dem norwegischen Süden?
Camping auf den Lofoten: Mitternachtssonne und unberührte Natur
Freunde der Mitternachtssonne gibt es kaum ein schöneres Sommerprogramm als die Auszeit auf Norwegens vielleicht bekanntester Inselgruppe. Besonders in den Wochen von Ende Mai bis Mitte Juli kann man hier bei vergleichsweise warmen Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad unvergessliche Abende verbringen.
Die Region fasziniert durch schroffe Berge, verwitterte Klippen und unberührte Natur, soweit das Auge reicht. Vor allem den Lofotodden-Nationalpark auf Moskenesøy sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Doch auch auf den anderen Inseln kommen Outdoor-Fans beim Wandern, Radfahren, Bergsteigen oder Surfen auf ihre Kosten. Trotzdem muss man beim Camping Lofoten keine weiten Wege ins mobile Zuhause einplanen: Direkt am Meer und unweit des malerischen Ort Reine bietet das Moskenes Camping ein unvergleichliches Gipfelpanorama. Alternativ findet man das Lofoten Feriesenter an einem idyllischen See nahe der Stadt Svolvær.
Wer noch weiter hinaus will, kann nördlich der Lofoten die spitzen Berge der Vesterålen-Inseln entdecken. Bereits die schmucken Städtchen wie Andenes, Stokmarknes und Sortland sind eine eigene Reise wert. Touristen kommen aber vor allem zum Wandern und für Walbeobachtungen hierher – und finden im Sortland Camping og Motell ein freundliches Zuhause auf Zeit.
Apropos Zeit: Die sollte man sich auch bei der Anreise über Bodø nehmen. Nordlands 52.000 Einwohner zählenden Hauptstadt nahe dem stärksten Gezeitenstrom der Welt weiß mit kulturellen Highlights wie dem Luftfahrtmuseum, dem Salten Museum und dem 40 km nördlich gelegenen Freilichtmuseum Kjerringøy zu begeistern. Camper wohnen hier auf Plätzen mit Top-Infrastruktur, etwa dem Saltstraumen Camping.
So weit, so gut – doch wer nicht ganz so lange hinter dem Steuer sitzen will, kann auch in Südnorwegen einiges entdecken.
Norwegens Campingplätze im Landessüden: Küstenstädte und der bekannte Wikingerpfad
Wer in Norwegen Campingplätze sucht, wird in jeder Region fündig – und meist führt die Route über den Süden des Landes. Diese Region punktet mit charmanten Küstenstädten, die sich auch durch ihre hervorragende Infrastruktur für Camper hervortun. Das erlebt man bereits im ersten Anlaufpunkt nach der Überfahrt mit der Fähre: Das lebendige Kristiansand lockt besonders mit der historischen Altstadt und dem nahen Familien-Zoo Dyreparken. Camper kommen zum Beispiel im Hamre Familiecamping unter, das über einen eigenen Sandstrand verfügt. Auch die Busanbindung in die Stadt lässt keine Wünsche offen.
Weiter westlich lockt das idyllische Mandal mit seinen weißen Holzhäusern, feinen Boutiquen und lebhaften Sommerfestivals. Hier schläft es sich bestens im Topcamp Sjøsanden direkt am weitläufigen Sandstrand. Ein spektakuläres Ausflugsziel ist der nahe Leuchtturm Lindesnes als südlichster Punkt des Landes.
Mit ihren historischen Werfthäusern und weißen Holzfassaden ist Stavanger allerdings ein nicht minder spannendes Highlight der Region. Zudem dient die Stadt als idealer Ausgangspunkt für die weltberühmte Wanderung zum Preikestolen über dem Lysefjord. Auf Plätzen wie dem Mosvangen Camping findet man hier idyllische Stellplätze am Strand, im Wald oder mit Meerblick.
Der legendäre Nordsjøvegen ist die schönste Verbindung zwischen den genannten Hotspots. Dieser 430 Kilometer lange „Wikingerpfad“ verspricht zwischen Mai und September pure Roadtrip-Freiheit direkt am Meer. Die Route schlängelt sich vorbei an malerischen Dörfern wie Farsund oder Sokndal und bietet unzählige Plätze direkt am Wasser. Aktivurlauber aufgepasst: Die spektakuläre Jæren-Küste gilt als absoluter Hotspot zum Surfen und Kiten. Aber egal, für welche Region man sich jetzt auch letztlich entscheidet …
Jedes norwegische Camping-Abenteuer braucht eine gute Vorbereitung
Egal ob an der stürmischen Jæren-Küste oder in den Bergen des Nordens – schon aufgrund des wechselhaften skandinavischen Wetters braucht es eine durchdachte Planung. Für einen reibungslosen Start steht die Überprüfung der Einreisebestimmungen an erster Stelle. Verbindliche und tagesaktuelle Informationen zu Ausweisdokumenten, Zollregelungen und Haustierpässen stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung. Die richtige Ausrüstung ist natürlich ebenso wichtig wie die Formalitäten. Eine strukturierte Packliste ist dabei Gold wert.
- Wetterfeste Bekleidung: Da das Wetter im Norden rasch umschlagen kann, ist Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ideal. Dazu gehören atmungsaktive Regenjacken, feste Wanderschuhe sowie warme Fleece- und Funktionskleidung.
- Praktisches Haushaltszubehör: Eine solide Basisausstattung für die Campingküche, stabiles Geschirr, ein Taschenmesser und ausreichend Brennstoff für den Kocher gehören in jedes Reisemobil.
- Hygiene und Apotheke: Biologisch abbaubare Seife schont die norwegische Natur. Zudem sollten Sonnenschutz, ein wirksames Mückenspray und eine Reiseapotheke für die Erstversorgung nicht fehlen.
Wer das Reisegepäck zudem clever auswählt, spart im Mobil wertvollen Platz und sorgt für maximale Ordnung während des Roadtrips. Hochwertige Koffer, Travelbags und Co. bieten hierfür passgenaue Fächer und robuste Materialien, mit denen sich die gesamte Ausrüstung übersichtlich verstauen und bei Tagesausflügen unkompliziert transportieren lässt.
In diesem Sinne: God tur til Norge!
Norwegen bietet von den Lofoten bis zum Süden eine spektakuläre landschaftliche Vielfalt für Camper. Die Kombination aus unberührter Natur, hervorragenden Campingplätzen und maximaler Freiheit macht das Land zum idealen Reiseziel. Mit der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung steht einem unvergesslichen skandinavischen Roadtrip nichts im Wege.

